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Startschuss für Umsetzung des Naturschutzgroßprojektes in der thüringischen Rhön (Energie und Umwelt)

Startschuss für Umsetzung des Naturschutzgroßprojektes in der thüringischen Rhön

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Startschuss für Umsetzung des Naturschutzgroßprojektes in der thüringischen Rhön


Naturschutzprojekt/Thüringer Rhönhutungen - Startschuss für Umsetzung des Naturschutzgroßprojektes in der thüringischen Rhön

BMU stellt fast 4 Millionen € bereit / Einzigartige Landschaft der Vorderrhön soll geschützt und gesichert werden

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug, hat heute den Startschuss für die Fortsetzung des Naturschutzgroßprojektes in der thüringischen Rhön gegeben. Das Projekt wird vom Bund mit 3,98 Millionen Euro gefördert. 'Damit leisten wir gemeinsam mit dem Land Thüringen einen bedeutenden Beitrag zur dauerhaften Sicherung einer einmaligen Kulturlandschaft und zum Erhalt unseres nationalen Naturerbes', sagte Klug in Anwesenheit des thüringischen Umweltministers Dr. Volker Sklenar im thüringischen Kaltensundheim.

Für die Umsetzungsphase des Naturschutzgroßprojektes 'Thüringer Rhönhutungen' werden 5,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Davon übernimmt das Bundesumweltministerium 75 Prozent, das Land Thüringen 15 % und der Projektträger, der Landschaftspflegeverband Biosphärenreservat Thüringer Rhön, 10 %. Das Vorhaben wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) fachlich betreut, dessen Präsident Dr. Hartmut Vogtmann ebenfalls anwesend war. Klug: 'Das Projekt ist fest in der Region verankert und wird von der Bevölkerung akzeptiert. Das zeigt sich in der notwendigen und gut funktionierenden Zusammenarbeit mit den Landwirten.'

Das Gebiet in der Vorderrhön zeichnet sich durch großflächige Trocken- und Halbtrockenrasen sowie Wacholderheiden aus. Aber auch Flachmoore und Kalkscherbenäcker stellen in Ausdehnung und Vernetzung ein für Deutschland einzigartiges System an Magerweiden und Hutungen (von gehüteten Schafherden beweidete Flächen) dar, geprägt durch eine jahrhundertelange extensive Schafbeweidung. In den Kerngebieten des Projektes mit einer Fläche von insgesamt 3.500 Hektar bietet sich den Besuchern im Sommer eine außergewöhnliche Farbenpracht aufgrund einer Vielzahl auch seltener und gefährdeter Pflanzenarten wie z.B. Orchideen- und Enzian-Arten. Zudem finden sich hier bedeutsame Schmetterlingsvorkommen von Berghexe und zahlreichen Bläulingsarten.

Ziele des Naturschutzgroßprojektes sind der Schutz sowie die spezifische Nutzung und Entwicklung der charakteristischen Vielfalt der unterschiedlichen Lebensräume dieses Gebietes. In der ersten Phase des Vorhabens wurde bis Ende 2005 ein Pflege- und Entwicklungsplan zur langfristigen Erhaltung und Entwicklung dieser bedeutsamen Lebensräume erstellt. Die darin erarbeiteten Maßnahmen sollen in der zweiten Phase umgesetzt werden. 'Bis zum Jahr 2013 werden ehemalige Grünlandflächen entbuscht, instand gesetzt und zusammen mit noch offenen Flächen naturverträglich genutzt und gepflegt. Hierzu müssen notwendige Verbesserungen der Weideinfrastruktur eingeleitet werden. Die Bevölkerung vor Ort und Besucher werden begleitend kontinuierlich über das Projekt informiert werden', betonte Vogtmann.

Für die erste Phase des Projektes waren 720.000 € bereitgestellt worden, davon hatte das Bundesumweltministerium 570.000 € übernommen.

Mit dem Förderprogramm für Naturschutzgroßprojekte unterstützt der Bund die Bundesländer mit dem Ziel, großflächige, gesamtstaatlich repräsentative und besonders wertvolle Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen langfristig zu sichern. Die Fläche aller 63 seit 1979 laufenden und bereits abgeschlossenen Förderprojekte beträgt über 200.000 Hektar, für die insgesamt über 300 Millionen Euro aus Bundesmitteln bereitgestellt wurden.



Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderplatz 6, 10178 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich)
Thomas Hagbeck, Jürgen Maaß, Frauke Stamer
Tel.: 01888/305-2010. Fax: 01888/305-2016
email: presse@bmu.bund.de - internet: http://www.bmu.de/presse
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Kategorie
Energie und Umwelt
Lokaler Bezug des Artikels
Deutschland
Kaltensundheim (Thüringen) Informationen zu Kaltensundheim
Urheber des Artikels
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Rea
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