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Happy Slapping - Was ist zu tun? / Zum "Tag der Kriminalitätsopfer" klärt das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) über mögliche Maßnahmen gegen

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Happy Slapping - Was ist zu tun? / Zum "Tag der Kriminalitätsopfer" klärt das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) über mögliche Maßnahmen gegen

Berlin (ots) - Handy und Internet sind inzwischen für viele
Menschen zum alltäglichen Begleiter geworden. Doch mit der
verstärkten Nutzung neuer Medien nimmt leider auch der Missbrauch zu.
Ein bedenklicher Trend ist in diesem Zusammenhang das sogenannte
"Happy Slapping". Dabei werden Prügeleien oder ähnliche Gewaltszenen
mit dem Mobiltelefon gefilmt und dann im Internet oder von Handy zu
Handy weiterverbreitet. Laut der Jugendstudie JIM 2009 hat jeder
dritte Jugendliche schon einmal mitbekommen, dass eine Prügelei per
Handykamera aufgezeichnet wurde. Seit 2006 hat sich die Zahl der 12-
bis 19-Jährigen, die mit Gewaltvideos auf Handys in Berührung
gekommen sind, fast verdoppelt. Zum "Tag der Kriminalitätsopfer" am
22. März 2010 informiert das Informationszentrum Mobilfunk e.V.
(IZMF), was gegen dieses Gewaltphänomen unter Jugendlichen getan
werden kann.

Bei der Prävention von Happy Slapping steht die Aufklärung über
den verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy an erster Stelle. Hier
sind Eltern, Lehrer und Erzieher gefragt. Denn ein Großteil der Täter
ist sich weder der Strafbarkeit ihres Handelns noch des Leids der
Opfer bewusst. "Kinder und Jugendliche sollten frühzeitig über die
sinnvolle Verwendung des Handys, aber auch über mögliche Gefahren
aufgeklärt werden. Dabei empfiehlt es sich, klare Regeln für dessen
Nutzung aufzustellen", so Dagmar Wiebusch, Medienpädagogin und
Geschäftsführerin des Informationszentrums Mobilfunk. Die
Veröffentlichung und Weitergabe von Gewaltvideos ist strafbar.
Jugendliche können bereits ab dem Alter von 14 Jahren für ihr
Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden. Bei Happy Slapping kommen
nicht selten die Tatbestände der Beleidigung, Bedrohung, Nötigung,
Körperverletzung oder Freiheitsberaubung hinzu. Opfer oder Zeugen von
gewalttätigen Übergriffen sollten daher die Polizei informieren. Nur
so können die Täter verfolgt und die Taten geahndet werden.

Um aktiv gegen Happy Slapping vorzugehen, hat die Polizeiliche
Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) in Kooperation
mit dem IZMF den Kurzfilm "Handygewalt" erstellt. Der fünfminütige
Film zeigt exemplarisch einen Übergriff unter Jugendlichen und die
möglichen Konsequenzen für Opfer und Täter. Dabei liegt der
Schwerpunkt beim Thema Opferschutz. "Ziel der Episode ist es, diesen
Übergriffen die vermeintliche Harmlosigkeit zu nehmen sowie für das
Leid der Opfer zu sensibilisieren und Unrechtsbewusstsein zu
schaffen", erklärt Dagmar Wiebusch. Dank der Unterstützung einer
Mitschülerin sucht sich der angegriffene Jugendliche Hilfe bei seinen
Eltern, der Polizei und in der Schule. So kann er sich erfolgreich
gegen die Täter zu Wehr setzen. Der Kurzfilm steht in einem
YouTube-Kanal online zur Verfügung:
http://www.youtube.com/infozentrummobilfunk . Außerdem hat das IZMF
zusammen mit Lehrer-Online eine neue Unterrichtseinheit gegen Happy
Slapping für den Einsatz an Schulen konzipiert, die auf der Website
des IZMF-Schulprojekts Mobilfunk unter folgendem Link heruntergeladen
werden kann:
http://www.schulprojekt-mobilfunk.de/material_gewaltpraevention.php .

Über das IZMF

Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist Ansprechpartner für
Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private
Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein
eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den
Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde. Weitere Infos zum Thema
Mobilfunk bietet das IZMF unter der kostenlosen Hotline 0800/330 31
33 oder unter www.izmf.de.
Artikeldetails
Kategorie
Computer und Technik
Lokaler Bezug des Artikels
Deutschland
Berlin (Berlin) Informationen zu Berlin
Urheber des Artikels
IZMF - Informationszentrum Mobilfunk e.V
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