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Artikel in Lancet berichtet über neue Hoffnung in der Entwicklungspipeline für Medikamente gegen Tuberkulose

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Artikel in Lancet berichtet über neue Hoffnung in der
Entwicklungspipeline für Medikamente gegen Tuberkulose (Auto und Verkehr)

Artikel in Lancet berichtet über neue Hoffnung in der Entwicklungspipeline für Medikamente gegen Tuberkulose

Artikel in Lancet berichtet über neue Hoffnung in der Entwicklungspipeline für Medikamente gegen Tuberkulose

New York (ots) - Autor der Global Alliance for tuberculosis Drug
Development (TB Alliance) unterstreicht große Herausforderungen für
Forschung und Entwicklung bei Tuberkulose-Medikamenten

Laut einem heute in der Zeitschrift Lancet veröffentlichten
Artikel verzeichnet die Entwicklung der globalen Pipeline für
Medikamente gegen Tuberkulose mit 10 neuen Kandidaten in der
klinischen Entwicklungsphase die größten Fortschritte, die bislang
jemals erzielt wurden. Der Artikel wurde von einem Team renommierter
internationaler Experten unter Leitung von Dr. Zhenkun Ma verfasst.
Dr. Ma ist wissenschaftlicher Leiter der TB Alliance, einer
gemeinnützigen Organisation zur Förderung der beschleunigten
Entwicklung neuer Tuberkulose-Medikamente. Der Artikel erscheint im
Rahmen einer Serie des Lancet zum Thema Tuberkulose und befasst sich
auch mit den großen finanziellen Herausforderungen und anderen
Problemen, die mit der Entwicklung lebensrettender Therapien für die
fast 2 Millionen Menschen verbunden sind, die jährlich an Tuberkulose
sterben.

Von den insgesamt 10 Verbindungen, die zurzeit in der klinischen
Entwicklung stehen, werden drei Tuberkulose-Präparate von der TB
Alliance gemeinsam mit ihren Partnern entwickelt. Diese klinischen
Kandidaten bilden die Grundsteine für eine neue Generation
medikamentöser Tuberkulose-Therapien, die den globalen Aufwand für
die Behandlung der Erkrankung deutlich reduzieren könnten, da sie die
Dauer des aktuellen sechs bis dreißig Monate beanspruchenden
Therapieprogramms verkürzen. Den Ergebnissen einer jüngst
veröffentlichten Modellstudie in einer WHO-Region zufolge könnten
neue und verbesserte Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika zur
Behandlung von Tuberkulose die globalen Tuberkulose-Neuerkrankungen
bis 2050 um 71% senken. Im Jahre 2008 wurden mehr als 9 Millionen
neue Tuberkulose-Fälle verzeichnet.

"Noch vor einem Jahrzehnt wurden so gut wie keine neuen
Medikamente zur Behandlung der Tuberkulose entwickelt. Was wir hier
derzeit sehen, ist daher ein enormer Fortschritt", sagte Dr. Ma,
leitender Autor des Artikels Global Tuberculosis Drug Development
Pipeline: The Need and the Reality. "Die globale Tuberkulose-Pipeline
muss trotzdem weiter gestärkt werden, damit wir die Therapien
bereitstellen können, die benötigt werden, um die enorme Belastung,
die Tuberkulose für Patienten, ihre Familien und ihre Gesellschaften
in aller Welt mit sich bringt, zu überwinden."

Dr. Ma berichtet, dass der Zugang zu umfangreicheren und
nachhaltigen Investitionen in die Entwicklung von
Tuberkulose-Therapien der nächsten Generation eine entscheidende
Barriere für die Verwirklichung der neuen Hoffnung in der Pipeline
ist. Laut Médecins Sans Frontières fehlen derzeit 75 Prozent der für
die pharmazeutische Forschung und Entwicklung im Bereich Tuberkulose
benötigten Mittel.

"Dass wir uns jetzt in die richtige Richtung bewegen, lenkt die
Aufmerksamkeit auch auf die enormen Herausforderungen, die vor uns
liegen", sagte Dr. Stefan Kaufmann, Direktor der Abteilung
Immunologie am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie. "Wir
können die Entwicklung neuer Tuberkulose-Therapien, die erforderlich
sind, um die Tuberkulose-Mortalität und die wirtschaftlichen Folgen
der Tuberkulose dramatisch zu reduzieren, nur durch gemeinsame
internationale Anstrengungen voranbringen."

Für die Behandlung medikamentensensibler und -resistenter
Ausprägungen der Tuberkulose werden Kombinationspräparate mit
multiplen Wirkstoffen benötigt. Bis vor kurzem erprobte man nur einen
Tuberkulose-Wirkstoff eines Behandlungsprogramms auf einmal.
Angesichts der Verfügbarkeit neuer Wirkstoffkandidaten wurde unlängst
jedoch die Initiative Critical Path to Tuberkulose Regimens (CPTR)
eingeführt, die das gleichzeitige Testen mehrerer kombinierter neuer
Tuberkulose-Wirkstoffe ermöglichen soll. Es wird erwartet, dass man
damit die für die Entwicklung einer innovativen Tuberkulose-Therapie
erforderliche Zeit dramatisch senken wird.

Jährlich sterben fast zwei Millionen Menschen an Tuberkulose. Die
Tuberkulose-Mortalität ist daher nach HIV/AIDS die zweithöchste unter
allen Infektionskrankheiten. Doch treten 94% der
Tuberkulose-Erkrankungen und 98% der durch Tuberkulose verursachten
Todesfälle in Entwicklungsländern auf. Entsprechend gering ist der
Anreiz für Investitionen in die Entwicklung von
Tuberkulose-Medikamenten im Privatsektor.

Die Initiative "Critical Path to Tuberculosis Drug Regimens"

Mit Unterstützung privater und öffentlicher Partner wird die
Initiative Critical Path to Tuberkulose Drug Regimens (CPTR) viel
versprechende Verbindungen testen. Dieses neue kooperative Projekt
wurde von der Tuberculosis Alliance, dem Critical Path Institute und
der Bill & Melinda Gates Foundation gegründet. Mit ihm soll die
Entwicklung wirklich neuer Kombinationstherapien für Tuberkulose
durch das gemeinsame Erproben individueller Wirkstoffkandidaten aus
verschiedenen Unternehmen beschleunigt werden, um das bestehende,
inzwischen fast 50 Jahre alte Therapieprogramm zu ersetzen.

Die Global Alliance for Tuberculosis Drug Development (TB
Alliance)

Die TB Alliance ist eine gemeinnützige Partnerschaft für
Produktentwicklung, die die Entdeckung und Entwicklung neuer
Tuberkulose-Medikamente beschleunigen soll, die die Dauer der
Behandlung verkürzen, gegen ansprechende ebenso wie resistente Stämme
wirksam sowie kompatibel mit antiretroviralen Therapien für
HIV/Tuberkulose-Patienten sind, die zurzeit mit solchen Therapien
behandelt werden, und die die Behandlung latenter Infektionen
verbessern.

Die TB Alliance arbeitet gemeinsam mit privaten und öffentlichen
Partnern an der Entwicklung des historisch bislang umfassendsten
Portfolios von Tuberkulose-Wirkstoffkandidaten. Ziel der Allianz ist
es, sicherzustellen dass zugelassene neue Therapien bezahlbar sind,
eingeführt werden und somit den Patienten, die sie brauchen, zur
Verfügung stehen.

Die TB Alliance wird finanziert von der Bill & Melinda Gates
Foundation, Irish Aid, dem Ministerium für auswärtige Angelegenheiten
der Niederlande (DGIS), dem Britischen Ministerium für Internationale
Entwicklung (DFID) sowie der US-Agentur für internationale
Entwicklung USAID. Weitere Informationen zur Entwicklung von
Tuberkulose-Medikamenten und über die TB Alliance finden Sie unter
www.tballiance.org .
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Kategorie
Auto und Verkehr
Lokaler Bezug des Artikels
Deutschland
Nerchau (Sachsen) Informationen zu Nerchau
Urheber des Artikels
TB Alliance
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