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WAITZ: Darf Werbung satirisch sein? (Recht und Gesetz)

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WAITZ: Darf Werbung satirisch sein?

WAITZ: Darf Werbung satirisch sein?


WAITZ: Darf Werbung satirisch sein? BERLIN, 26.04.2006 - Zur Diskussion um die Werbung für die angekündigte Zeichentrickserie Popetown erklärt der kultur- und medienpolitische Sprecher der FDP Bundestagsfraktion, Christoph WAITZ:

Werbung muss Aufmerksamkeit erregen um wirksam zu sein. Gute Werbung lebt davon, humorvoll und witzig zu sein. Den Werbemachern der Anzeige 'Lachen statt rumhängen' für die Serie Popetown ist es zumindest hervorragend gelungen, die Aufmerksamkeit auf ihr Produkt zu lenken. Fraglich ist, ob diese Anzeige als witzig und humorvoll bewertet werden kann oder aber die Grenze zur Geschmacklosigkeit überschritten wurde.

Dies wird ein gläubiger Christ anders bewerten, als ein religionsferner Mitbürger. Mit Rücksicht auf die Diskussion um den 'Karikaturenstreit' müssen wir jedoch deutlich machen, dass unsere Gesellschaft auch den Einsatz von religiösen Symbolen oder die Darstellung von Religionsführern im Umfeld einer Werbung aushält. Schließlich ist in der Werbung für die Serie außer dem sprachlichen Bezug auf die Kreuzigung Christis keine inhaltliche Verunglimpfung oder Beleidigung irgendwelcher religiösen Inhalte erkennbar.

Bleibt das Fazit: Viel Aufregung um nichts. Eine Aufregung, die durch eine mögliche Rüge des Deutschen Werberates besser beantwortet wird als durch den Aktionismus konservativer Politiker, die jetzt Strafantrag auf Grundlage des §116 des Strafgesetzbuches stellen und eine Verschärfung des Strafgesetzes fordern.

Knut Steinhäuser
Telefon: (030) 227-52378
pressestelle@fdp-bundestag.de
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Kategorie
Recht und Gesetz
Lokaler Bezug des Artikels
Deutschland
Machern (Sachsen) Informationen zu Machern
Urheber des Artikels
FDP
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