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Beitrag aus dem Bereich Wirtschaft vom 2006-01-06 14:03:14
Institutsgutachten: Prognose vollbefriedigend, Therapie mangelhaft
 
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Institutsgutachten: Prognose vollbefriedigend, Therapie mangelhaft 20. Oktober 2005 - Zum heute vorgelegten Gutachten der deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute erklaert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler: Die heute von den deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Instituten vorgelegte Wirtschaftsprognose ist insgesamt befriedigend bis gut und gibt Anlass zu weiterem Optimismus. Der Konjunktura [...]
 
Institutsgutachten: Prognose vollbefriedigend, Therapie mangelhaft


Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Institutsgutachten: Prognose vollbefriedigend, Therapie mangelhaft 20. Oktober 2005 - Zum heute vorgelegten Gutachten der deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute erklaert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Ludwig Stiegler: Die heute von den deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Instituten vorgelegte Wirtschaftsprognose ist insgesamt befriedigend bis gut und gibt Anlass zu weiterem Optimismus. Der Konjunkturaufschwung wird im kommenden Jahr nochmals zulegen und an Breite gewinnen: Der Export expandiert weiterhin deutlich, die Binnennachfrage holt zunehmend auf. Die Wachstumseffekte erreichen den Arbeitsmarkt: Die Beschaeftigtenzahl steigt in diesem Jahr um 70.000 und 2006 um ganze 245.000 neue Erwerbstaetige. Dabei zieht auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschaeftigten an. Die Verbraucherpreise bleiben mit rund zwei Prozent stabil, die Lohnstueckkosten fallen weiter und staerken nochmals unsere ohnehin schon international hoch wettbewerbsfaehige Wirtschaft. Dies alles kann sich als Erfolg der SPD-gefuehrten Bundesregierung bestens sehen lassen und ist guter Ausgangspunkt fuer die nunmehr anstehenden wirtschaftspolitischen Koalitionsvereinbarungen, die als Hauptziel mehr Wachstum und Beschaeftigung im Auge haben muessen. Dabei muessen wir alles tun, um private und oeffentliche Investitionen sowie den privaten Konsum, der besonders in Mittelstand und Handwerk unmittelbar Einkommen und Beschaeftigung schafft, nachhaltig zu staerken. Hier erscheinen allerdings wesentliche Therapievorschlaege des Gemeinschaftsgutachtens mangelhaft und kontraproduktiv: Die dortigen Vorschlaege, die Haushaltskonsolidierung allein ueber Ausgabenkuerzungen zu fahren, der geforderte weitgehende Rueckzug des Staates aus Arbeitsmarkt und sozialer Sicherung sowie das zumindest implizite Plaedoyer fuer weitere Lohnsenkung wuerde zu weniger Kaufkraft, weniger Investitionen sowie zu grosser Verunsicherung fuehren und den Aufschwung gefaehrden. Solche und aehnliche Rezepturen wurden mit Recht am 18. September 2005 abgewaehlt. Nach dem Weggang von Professor Dr. Horn vom DIW verfolgt dieses Gemeinschaftsgutachten zu sehr einseitige neoliberale Irrwege. Um frischen Wind in diese gleichgerichtete neoliberale Institutswelt und ausgewogenere Beratung zu bekommen, waere es in der Tat ratsam, das neue Institut fuer Makrooekonomie und Konjunkturforschung in die das Wirtschaftsgutachten erstellende Institutsgemeinschaft aufzunehmen. 2005 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de
 
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Kategorie:Wirtschaft
Sprache/Land: Deutschland
Stadt:Reichen Bodensee
Autor:SPD-Bundestagsfraktion pressrelations
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