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Wasserrahmenrichtlinie und Gewässerschutz-Modellvorhaben der Saale und Weißen Elster stellen sich vor

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Wasserrahmenrichtlinie und Gewässerschutz-Modellvorhaben der Saale und Weißen Elster stellen sich vor (Energie und Umwelt)

Wasserrahmenrichtlinie und Gewässerschutz-Modellvorhaben der Saale und Weißen Elster stellen sich vor

Wasserrahmenrichtlinie und Gewässerschutz-Modellvorhaben der Saale und Weißen Elster stellen sich vor

Wasserrahmenrichtlinie und Gewässerschutz-Modellvorhaben der Saale und Weißen Elster stellen sich vor


Wasserrahmenrichtlinie und Gewässerschutz-Modellvorhaben der Saale und Weißen Elster stellen sich vor Prof. Dr. Christian C. Juckenack, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, zieht Bilanz über drei Modellvorhaben

Die Europäische Union hat vor mehr als fünf Jahren ihren Mitgliedsstaaten eine sehr umfangreiche und langfristige Aufgabe gestellt – die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie. Sie fordert europaweit den guten Zustand aller Gewässer. Dies dient der Sicherung von Wasser als wichtigste Lebens- und Nahrungsgrundlage für die Natur und die Menschen über Generationen hinaus. 'Dieser Aufgabe stellen wir uns in Thüringen. Es ist aber auch wichtig zu beachten, dass die Schaffung und Erhaltung gesunder Gewässer endet an Landes- oder Staatsgrenzen endet', erklärt der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Prof. Dr. Christian C. Juckenack.

Als einen der ersten Schritte wurden in Thüringen bereits 2003 die 'Modellvorhaben Flussgebietsmanagement' ins Leben gerufen. 'Ziel war es damals, durch diesen pragmatischen Ansatz die Durchführung fachbereichsübergreifender, komplexer Maßnahmen gemeinsam mit beteiligten Institutionen, Verbänden, Behörden und Nutzern zu testen. Die Ergebnisse sollen uns helfen, den landesweiten Umsetzungsprozess in den Jahren 2009 bis 2012 effizient und effektiv zu gestalten', so der Staatssekretär.

Die rechtliche Umsetzung ist absolviert, die Bestandsaufnahme der Thüringer Gewässer abgeschlossen. Derzeit läuft das Monitoring im Grund- und Oberflächenwasser. 'Und ich bin mir sicher, dass wir den Bewirtschaftungsplan und die Umsetzung der Maßnahmen rechzeitig auf den Weg bringen. Dabei werden wir uns auch weiterhin an den individuellen Gegebenheiten unseres Landes orientieren ­- ohne jedoch das europäische Gesamtziel aus den Augen zu verlieren', sagt Prof. Juckenack.

Nach In-Kraft-Treten der Wasserrahmenrichtlinie war klar, dass die hochgesteckten Umweltziele nur gemeinsam im kooperativen Miteinander erreicht werden können. Deshalb wurde die interessierte Öffentlichkeit mit in den Umsetzungsprozess einbezogen, ein Gewässerbeirat im Umweltministerium ins Leben gerufen und auf der Ebene der Fachbehörden, den Staatlichen Umweltämtern, zusätzlich Gewässerforen eingerichtet, die zusammen mit dem Gewässerbeirat eine engagierte Arbeit leisten.

Gestaltend lenken konnten die Gewässerforen insbesondere bei der Auswahl der 'Modellvorhaben Flussgebietsmanagement'. Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt hatte zur Auswahl der Modellvorhaben einen Ideenwettbewerb durchgeführt und aus 90 eingereichten innovativen Ideen wurden durch die Foren und den Beirat neun Modellvorhaben ausgewählt. Die Projekte 'Weida', 'VERSTOLA' und 'Lebendige Sprotte' sind drei davon. Deren aussichtsreiche Zwischenergebnisse werden morgen erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Modellvorhaben Weida werden Möglichkeiten zur Verminderung des Stickstoffeintrages in das Talsperrensystem Weida-Zeulenroda-Lössau untersucht und eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft in konkrete Maßnahmen umgesetzt.

Das Modellvorhaben 'VERSTOLA' befasst sich mit der Frage, wie durch die Landwirtschaft eine Verringerung des Nährstoffeintrages in unsere Gewässer realisiert werden kann.

Die Wiederherstellung der Durchgängigkeit eines Fließgewässersystems durch Rückbau und Umbau von elf Wehren ist Gegenstand des Vorhabens 'Lebendige Sprotte'. Zur Umsetzung dieser Maßnahmen haben sich unter Führung der Stadt Schmölln insgesamt 14 Anliegerkommunen zusammengeschlossen. 'Ich würde mich freuen, wenn die gute und vor allem Ziel führende kommunale Zusammenarbeit auf dauerhafter Basis, zum Beispiel in einem Gewässerunterhaltungsverband, weitergeführt werden würde ', gibt Staatssekretär Prof. Dr. Juckenack seiner Hoffnung Ausdruck.

'Die vorliegenden Zwischenergebnisse sind viel versprechend und es war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, den Thüringen durch die Modellvorhaben gegangen ist. Für den weiteren Umsetzungsprozess wünsche ich mir, dass alle Beteiligten den Weg gemeinsam gehen, damit eine maßvolle Realisierung der Wasserrahmenrichtlinie gewährleistet wird, denn das dient der Sicherung von Wasser als wichtigste Lebensgrundlage für die Natur und uns Menschen. Wir tun dies für uns in Thüringen und für die kommenden Generationen. Dabei werden wir Augenmaß bewahren und unsere Handlungsspielräume sinnvoll nutzen', betont der Staatssekretär.



Katrin Trommer-Huckauf
Pressesprecherin

Beethovenstraße 3 ·
99096 Erfurt
Tel: (03 61) 37-99 930 ·
Fax: (03 61) 37-99 939
E-Mail: pressestelle@tmlnu.thueringen.de
Internet: www.thueringen.de/tmlnu
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Kategorie
Energie und Umwelt
Lokaler Bezug des Artikels
Deutschland
Schmölln (Thüringen) Informationen zu Schmölln
Urheber des Artikels
Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und U
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