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Polizei, T-Com und FSM gemeinsam für mehr Internetkompetenz von Eltern - Initiative „Kinder sicher im Netz“ gestartet

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Polizei, T-Com und FSM gemeinsam für mehr Internetkompetenz von Eltern - Initiative „Kinder sicher im Netz“ gestartet (Bildung und Kultur)

Polizei, T-Com und FSM gemeinsam für mehr Internetkompetenz von Eltern - Initiative „Kinder sicher im Netz“ gestartet

Polizei, T-Com und FSM gemeinsam für mehr Internetkompetenz von Eltern - Initiative „Kinder sicher im Netz“ gestartet

Polizei, T-Com und FSM gemeinsam für mehr Internetkompetenz von Eltern - Initiative „Kinder sicher im Netz“ gestartet


Gemeinsame Pressemitteilung der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK), der Projektleitung Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (PL PK) und T-Com


München, 4. Dezember 2006
Nr. 23/2006

Polizei, T-Com und FSM gemeinsam für mehr Internetkompetenz von Eltern

Initiative „Kinder sicher im Netz“ gestartet

IMK-Vorsitzender Dr. Günther Beckstein, Prof. Dr. Jürgen Stock, Mitglied der Projektleitung Polizeiliche Kriminalprävention und Vizepräsident des BKA, sowie Dr. Roland Folz, Bereichsvorstand T-Com, Vertrieb/Kundenservice und Qualität/Prozesse, stellen Kampagne für Erziehungsverantwortliche zum sicherheitsbewussten Umgang mit dem Internet vor – Internet-Service-Provider und Verbände unterstützen die Aktion

München – Kinder und Jugendliche bewegen sich heute mit spielerischer Selbstverständlichkeit in der Welt der Medien. So nutzt inzwischen die große Mehrheit der zwölf- bis 19-Jährigen den Computer und vor allem das Internet: Bereits 60 Prozent der sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland haben schon einmal im Internet gesurft. „Das Internet hält nicht nur eine schier grenzenlose Informationsflut bereit. Es drohen auch ernste Gefahren: Pädophile suchen sich in Chatrooms ihre Opfer, Gewaltdarstellungen und Killerspiele sind mit wenigen Mausklicks auch für Kinder verfügbar. Viele Eltern wissen nicht, was auf den PCs in den Kinderzimmern abläuft“, betont Dr. Günther Beckstein, Bayerischer Staatsminister des Innern und Vorsitzender der Innenministerkonferenz. Für Eltern und Erziehungsverantwortliche bedeutet der intensive Medienkonsum eine enorme Herausforderung: Ihre Aufgabe ist es, den Kindern den sicherheitsbewussten Umgang mit den neuen Medien zu vermitteln sowie ihre Fähigkeit zu fördern, selbstbestimmt, kreativ und sozial verantwortlich die neuen Angebote zu nutzen.

Doch können die Eltern nur dann eine unterstützende und beratende Rolle einnehmen, wenn sie sich selbst mit dem vielfältigen Angebot innerhalb der virtuellen Welt auskennen und auch damit umgehen können. Um Eltern hierbei zu helfen, hat die Polizeiliche Kriminalprävention gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern T-Com und dem Fachverband freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) die Aufklärungsinitiative „Kinder sicher im Netz“ entwickelt. Unter http://www.polizei-beratung.de sowie in einem gemeinsamen „Online-Special“ im Elternbereich des T-Online Kids-Portals (http://www.kids.t-online.de) informieren die Kooperationspartner über problematische Inhalte von Webseiten, Gefahren beim Chatten und sicheres Surfen im Internet. In einer Artikelshow erhalten Eltern wichtige Tipps, um ihren Kindern den sinnvollen und sicherheitsbewussten Umgang mit dem Medium Internet zu vermitteln. „Internetsichere“ Eltern können bei dem Quiz „HatÂ’s Klick gemacht?“ einen Flug mit dem Polizeihubschrauber oder einen von T-Com gestifteten PC gewinnen. Auch Internet-Service-Provider und Verbände unterstützen die Initiative: Sie verweisen jeweils mit einem Aktionsbanner auf ihren Startseiten auf die Initiative.

„Die Kampagne ist ein gutes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Medien im Bereich der Kriminalprävention. Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen - und hier sind auch unsere Bürgerinnen und Bürger in der Verantwortung -können wir kriminellen Machenschaften effektiv das Handwerk legen“, so Beckstein.

Gefahren auf der Datenautobahn der virtuellen Welt

Im Internet gibt es Vieles zu entdecken, und das meiste davon bietet vielfältige Chancen, den eigenen Horizont zu erweitern. Das große mediale Angebot birgt aber auch in zunehmendem Maße Gefahren. Dazu gehören nicht nur jugendgefährdende Inhalte wie Pornoseiten, Rechtsextremismus oder gar Anleitungen zum Bombenbau. Risiken entstehen beispielsweise auch, wenn junge User Musikdateien herunterladen oder lizenzierte Spiele kopieren und dadurch gegen das Urheberrecht verstoßen, oder sich unbemerkt Viren auf dem Rechner einfangen. Und Gefahren lauern auch dann, wenn Kinder und Jugendliche ihre persönlichen Daten an Fremde weitergeben - etwa, wenn sie beim Chatten dem anonymen, womöglich pädophilen Gesprächspartner ihre Adresse mitteilen und dadurch ein reales Treffen ermöglichen. „Wir dürfen unsere Kinder deshalb mit den Gefahren des weltweiten Datennetzes nicht alleine lassen“, so Prof. Dr. Jürgen Stock, Mitglied der Projektleitung Polizeiliche Kriminalprävention und Vizepräsident des Bundeskriminalamts. „Kein verantwortlich handelnder Erwachsener würde seine Kinder ohne entsprechende Anweisungen unbedacht am Straßenverkehr teilnehmen lassen. Gleiches gilt für den Weg über die Datenautobahn der virtuellen Welt: Auch hier müssen wir die Sinne der Kinder schärfen und ihnen Sicherheitstipps mit auf den Weg geben.“ Doch nur wer sich selbst auskennt, kann diese Medienkompetenz auch an die Kinder und Jugendlichen weitergeben. Genau hier setzt die Kampagne „Kinder sicher im Netz“ der Polizeilichen Kriminalprävention mit ihren Kooperationspartnern T-Com und dem Fachverband freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) an.

Mit Sicherheit mehr Medienkompetenz

Die Artikelshow im „Online-Special“ der Partner bietet den Erziehungsverantwortlichen in visuell ansprechend gestalteter Form Informationen zum richtigen Umgang mit dem Internet. In kurzen, leicht verständlichen Texten informiert sie über die richtige Nutzung von Filterprogrammen als Barriere vor jugendgefährdenden Inhalten, sicherheitsbewusste Verhaltensregeln im Internet oder sichere Kinder-Chatangebote. Insbesondere kommt es darauf an, dass die Eltern ihren Kindern Grenzen setzen. Sie sollten Regeln für den Umgang mit dem Internet aufstellen - zeitlich und inhaltlich - und auf deren Einhaltung achten, indem sie beispielsweise den Verlauf kontrollieren, lautet ein Tipp der Artikelshow. Darüber hinaus werden die Eltern auch über die Gefahren in Chatrooms aufgeklärt. Laut der aktuellen KIM-Studie des Forschungsverbundes Südwest haben bereits mehr als ein Drittel der Kinder und Jugendlichen Belästigungen in Chats erlebt. Im „Online-Special“ finden Eltern Informationen über die Merkmale, die sichere Chats haben müssen, wie zum Beispiel eine durchgehende Moderation durch qualifizierte Moderatoren, klare Zugangsregeln sowie gut sichtbare und einfach handhabbare Sicherheits-Tools. Ob die Erziehungsverantwortlichen tatsächlich „internetsicher“ sind, können sie im Quiz „HatÂ’s Klick gemacht?“ testen. Wer alle Fragen richtig beantwortet hat, kann an einer Verlosung teilnehmen und attraktive Preise gewinnen. Hauptgewinn ist ein Rundflug im Polizeihubschrauber oder ein von T-Com gestifteter PC.

„Wir freuen uns, mit T-Com und FSM kompetente Partner für unser Anliegen, Erziehungsverantwortliche und damit auch die Kinder und Jugendlichen sicher durch das weltweite Netz zu führen, gefunden zu haben“, so Prof. Dr. Jürgen Stock. „Denn die Polizei kann nicht an jeder Ecke und auf jeder Internetseite präsent sein. So erfordert ein wirkungsvolles Vorgehen zur Bekämpfung der Gefahren des Internets ein breit angelegtes Netzwerk von Partnern und Multiplikatoren der Prävention.“ Weitere Beteiligte in diesem Netzwerk sind die Internet-Service-Provider und Verbände, die mit Aktionsbannern auf die Initiative hinweisen und auf das „Special“ der Kooperationspartner verlinken. An der gemeinsamen Kampagne können sich jedoch nicht nur Provider beteiligen. Jeder Besitzer einer Homepage hat die Möglichkeit, auf die Aktion zu verweisen. Hierzu gibt es elektronische Aktionsbanner, die unter http://www.polizei-beratung.de heruntergeladen werden können. Darüber hinaus wirbt die Polizeiliche Kriminalprävention mit Plakaten und Postkarten für die Initiative.

Mit der Kampagne ergänzt die Polizei ihr bisheriges Angebot zum Thema Medienkompetenz. Umfassende Informationen bekommen Eltern in der Broschüre „Klicks-Momente“. Die Broschüre „Wohin gehst du?“ widmet sich in einem Kapitel dem Thema Medien und Gewalt. Das Merkblatt „Gewaltvideos auf Schülerhandys“ erläutert das Problem von Gewaltdarstellungen im Internet und auf Handys von Kindern und Jugendlichen und gibt Eltern, Lehrern sowie anderen Erziehungsverantwortlichen Empfehlungen, wie sie damit umgehen können. Alle Medien sind kostenlos bei jeder Polizeidienststelle erhältlich und können im Internet unter http://www.polizei-beratung.de heruntergeladen werden.


Michael Ziegler
Pressesprecher des Bayerischen Staatsministerium des Innern
Odeonsplatz 3
80529 München
Telefon: 089/2192-2108
mailto:presse@stmi.bayern.de
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Kategorie
Bildung und Kultur
Lokaler Bezug des Artikels
Deutschland
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