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Potenziale des Alters nutzen: Schutz und Hilfe für Pflegebedürftige verbessern (Politik und Gesellschaft)

Potenziale des Alters nutzen: Schutz und Hilfe für Pflegebedürftige verbessern

Potenziale des Alters nutzen: Schutz und Hilfe für Pflegebedürftige verbessern

Potenziale des Alters nutzen: Schutz und Hilfe für Pflegebedürftige verbessern


Potenziale des Alters nutzen: Schutz und Hilfe für Pflegebedürftige verbessern Anlaesslich des Internationalen Tages der aelteren Menschen am 1. Oktober erklaert die seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Christel Humme: 100 Jahre - das ist die Lebenserwartung, die viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jedem zweiten heute geborenen Maedchen attestieren. Die steigende Lebenserwartung ist Ausdruck von Fortschritt. Und sie ist sehr positiv. Positiv fuer die Aelteren, denn die hinzugewonnenen Lebensjahre bedeuten fuer die allermeisten ein Plus an aktiver und gesunder Lebenszeit. Positiv auch fuer unsere gesamte Gesellschaft, weil der demographische Wandel uns neue Chancen bietet: Chancen auf mehr Lebensqualitaet, auf Wachstum und Beschaeftigung, auf mehr Teilhabe und Generationensolidaritaet. Diese Chancen wollen und werden wir nutzen. Dabei setzen wir auf die laengere Integration aelterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ins Erwerbsleben. 41 Prozent der Betriebe beschaeftigen niemanden mehr, der aelter als 50 Jahre ist. Diese Personalpolitik ist nicht zukunftstauglich. Denn aufgrund des demographischen Wandels werden in einigen Branchen schon bald gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen. Deshalb wollen wir das faktische Renteneintrittsalter an das gesetzliche heranfuehren. Wir haben Fehlanreize zur Fruehverrentung abgeschafft. In unserer Initiative 'Erfahrung ist Zukunft' arbeiten wir mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft daran, die Bedingungen fuer laengere Erwerbstaetigkeit zu verbessern. Mit unseren Beschaeftigungspakten fuer Aeltere foerdern wir 50 Regionen, die ueberzeugende Eingliederungskonzepte fuer aeltere Langzeitarbeitslose entwickelt haben, mit jeweils bis zu fuenf Millionen Euro. Ausserdem setzen wir auf die Chancen des Wachstumsmarktes Seniorenwirtschaft. Der demographische Wandel wirkt sich auch immer staerker auf die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen aus. Egal ob Tourismus, Ernaehrung, Haushalt, Wohnen, Sicherheit, Finanzdienstleistungen, Telekommunikation oder Mobilitaet - durch alten- und damit verbrauchergerechte Angebote koennen neue Absatzmaerkte erschlossen werden. Die Seniorenwirtschaft bietet die Chance auf mehr Wachstum, Beschaeftigung und mehr Lebensqualitaet fuer die Aelteren. Buergerschaftliches Engagement kennt keine Altersgrenzen. Viele Aeltere sind ehrenamtlich engagiert. Ohne ihren Einsatz waere so mancher Verein nicht ueberlebensfaehig. Wir wollen die Zukunft sichern, deshalb staerken wir das Ehrenamt. Wir wollen, dass sich eine Kultur selbstverstaendlicher Freiwilligkeit in unserem Land entwickelt. Dabei setzen wir auch auf die generationenuebergreifenden Freiwilligendienste. In diesem Jahr foerdert der Bund entsprechende Projekte mit zehn Millionen Euro. Diesen richtigen Weg werden wir weiter beschreiten. Wir werden die Rahmenbedingungen fuer buergerschaftliches Engagement weiter verbessern und buerokratische Hemmnisse abbauen. Wenn es uns gelingt, die Staerken und Kompetenzen der Aelteren besser zu nutzen, werden wir nicht nur den demographischen Wandel meistern. Denn eine Gesellschaft, die allen Menschen unabhaengig von ihrem Alter Chancen auf Teilhabe einraeumt, wird gerechter, staerker und reicher sein. Dabei vergessen wir aber auch diejenigen aelteren Menschen nicht, die unserer Hilfe beduerfen. Den Schutz und die Hilfe fuer Pflegebeduerftige zu verbessern, ist die zweite Seite unserer Seniorenpolitik. Die meisten Menschen fuehlen sich zu Hause am wohlsten, auch und gerade dann, wenn sie auf Hilfe angewiesen sind. Deshalb werden wir im Rahmen der anstehenden Reform der Pflegeversicherung die ambulante Pflege staerken. Ausserdem werden wir bessere Hilfen fuer Demenzkranke einfuehren. Bundesseniorenministerin Renate Schmidt hat zehn Eckpunkte zur Entbuerokratisierung des Heimrechts vorgelegt. Damit wollen wir neue Wohnformen fuer Aeltere gezielt foerdern, zum Beispiel Wohngemeinschaften fuer Demenzkranke. Ausserdem werden wir die Ergebnisse des Runden Tisches Pflege gemeinsam mit allen Akteurinnen und Akteure aus der Pflege umsetzen. © 2005 SPD-Bundestagsfraktion - Internet: http://www.spdfraktion.de
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Politik und Gesellschaft
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